Eventkalender
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LEIDENSCHAFT UND PRÄZISION - EINE HOMMAGE AN SERGEJ RACHMANINOW
Uhrzeit20:00 Uhr bis 22:20 Uhr
Beschreibung
Wegen einer kurzfristigen internationalen Verpflichtung musste Schauspielerin Corinna Harfouch ihre Teilnahme am Meisterkonzert kurzfristig absagen. An ihrer Stelle wird der Schauspieler und Hörbuchsprecher Stefan Wilkening die Rezitation übernehmen.
Stefan Wilkening erhielt 1995 sein Schauspieldiplom an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Von 2000 bis 2011 war er Ensemblemitglied am Bayerischen Staatsschauspiel und dort u.a. als Don Quijote in „Don Quijote von der Mancha“ und Don Pedro in Shakespears „Viel Lärm um Nichts“ zu sehen. Seit 2011 ist Wilkening als freier Schauspieler, Sprecher und Moderator tätig. Er ist an zahlreichen Hörfunk-, Hörbuch- und Filmproduktionen beteiligt und tritt im gesamten deutschsprachigen Raum als Rezitator mit unterschiedlichen Live-Programmen auf. Dabei arbeitet er sowohl mit kleineren Besetzungen als auch mit großen Orchestern wie dem Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks oder den Münchner Philharmonikern zusammen.
Die Musik von Sergej Rachmaninow wird in aller Welt geliebt wie das Werk weniger Komponisten sonst. Er ergreift die Zuhörenden durch die Aufrichtigkeit seiner Empfindungen, die Geradlinigkeit seiner Sprache, vor allem die Empathie für alle Erfahrungen schwerer Verluste. Zu allen Zeiten wusste man auch um die hohe moralische und politische Integrität des Komponisten: Rachmaninow trat gegen Antisemitismus in der russischen Gesellschaft auf, verurteilte die Kriegstreiberei und war ein Gegner der Bolschewiki. Sein Geistesverwandter war der Schriftsteller Iwan Bunin. Fast drei Jahre lang hatte dieser Terror und Bürgerkrieg nach dem leninistischen Putsch miterlebt, war Zeuge von Gewalt, Erniedrigung und Opportunismus geworden. Erst 1920 gelang ihm die Flucht über das Schwarze Meer.
In ihrer Hommage an den großen russischen Komponisten verbinden die Pianistin Hideyo Harada und die Schauspielerin Corinna Harfouch Rachmaninows Klaviermusik mit Auszügen aus Briefen von und Interviews mit Sergej Rachmaninow sowie Erinnerungen von Zeitzeugen. Zu hören sind etwa Ausschnitte aus den Morceaux de Fantaisie, den Moments Musicaux sowie aus der zweiten Sonate für Klavier op. 36 und den Variationen über ein Thema von Corelli op. 42.
Ihre musikalische Ausbildung begann die japanische Komponistin Hideyo Harada zunächst in Tokio bei Toyoaki Matsuura, bevor sie ihre Studien bei Lieselotte Gierth in Stuttgart sowie bei Hans Kann und Roland Keller in Wien fortsetzte. Die Künstlerin wurde bei zahlreichen Wettbewerben ausgezeichnet und gewann u.a. den Concours International d’Exécution Musicale in Genf sowie den 1. Preis beim Internationalen Schubert-Wettbewerb in Dortmund. Darüber hinaus war sie Preisträgerin beim Internationalen Rachmaninow-Wettbewerb in Moskau. Mit ihrem breitgefächerten Repertoire ist sie heute ein gern gesehener Gast bei internationalen Festivals und konzertiert mit bedeutenden Orchestern.

